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… warum manche lebenslang Chancen suchen – und andere sie täglich nutzen

Glückskinder: Warum manche lebenslang Chancen suchen – und andere sie täglich nutzen

Die Frage, wie das geht, Chancen (und das Glück) finden, findet sich teilweise in den Rezensionen.

Ich weiß nicht genau, ob ich lachen oder weinen soll.

Wo sind die Analysen? Wo sind die Recherchen? Wo sind die konkreten Tips? Wo sind die Beispiele und Geschichten von interessanten Menschen, die wir uns als Vorbild nehmen können?

Scheinbar gibt es genügend Menschen, die muss man bei der Hand nehmen.

  • Kuck mal, das ist eine schöne Blume
  • Kuck mal, das da, das ist ein Auto und
  • Kuck mal, das ist eine riesengroße Chance.

Das “bei der Hand nehmen” wird aber in dem Fall nicht reichen. Es muss zu der Chance noch eine detaillierte Analyse der Möglichkeiten dazu geliefert werden. Und sehr exakte Recherchen plus eine detaillierte Gebrauchsanweisung für die Person.

Sonst wird die Chance nicht erkannt.

Wenn Sie Chancen, ein bisschen Glück, selbst finden wollen, dann lesen Sie das Buch.

Glückskinder: Warum manche lebenslang Chancen suchen – und andere sie täglich nutzen

Eine Illusion?

[..] Vorhersagen darüber, ob ein innovativer Einfall realitätstauglich ist oder nicht, sind in der Regel reine Spekulation. Dabei gibt es im Management durchaus Methoden, mit denen das Potenzial einer Innovation bereits im Vorfeld ausgelotet werden kann. [..]

Ein kleiner Ausschnitt aus einem Artikel bei Harvard Business Manager

Wir Menschen lieben Sicherheit. Und – wo Sicherheit nicht möglich ist – ersetzen die Sicherheit notfalls mit dem Gefühl der Sicherheit.

[..] Der Mehrwert des Neuen kann mithilfe eines vereinfachten Instruments aus dem Pricing auch quantifiziert werden: Bei der Economic Value Estimation (EVE) dividiert man die Summe der erwarteten Gewinnsteigerungen (oder der erwarteten Ersparnisse) durch den Preis, den die Konsumenten für die beste bereits vorhandene Alternative zu dem neuen Produkt zahlen würden. Je höher der Faktor ist, der dabei herauskommt, desto leichter wird es die Produktinnovation am Markt haben, so die Berater.

Ganz großes Kino. Der Wert einer Idee läßt sich also berechnen. Nur: die erwarteten Gewinnsteigerungen sind eben erwartete Gewinnsteigerungen. Nichts sicheres, eine Annahme.

Je höher eine Annahme ist, desto wertvoller wird die Idee.

Seltsam, finde ich. Aber, das ist Marktwirtschaft!

hummelDie Geschichte der Hummel, die eigentlich nicht fliegen kann, haben Sie sicher schon gehört.

Was mich an der Geschichte fasziniert:

  • immer noch im Umlauf. Teilweise wirken die Fragen “echt”. Nach dem Motto: ist das wirklich so?
  • bei der – angeblich – zugrundegelegten Berechnung wurden einige Dinge einfach vergessen. Es wurde auf das Gewicht und die Flügelfläche reduziert.

Wie häufig kommt es vor dass eine Beschreibung, wie denn etwas sein soll, nicht mit der Wirklichkeit übereinstimmt? Zwanghaft wird in manchen Fällen versucht die Wirklichkeit der Beschreibung anzupassen.

Nun, das geht nicht.

Es sollte eher andersrum sein.

  • Das Feuer wurde nicht entdeckt damit wir Bratkartoffeln machen können. Wir können Bratkartoffeln machen weil das Feuer nutzbar gemacht wurde.
  • Vielleicht leben wir in unserem Universum weil es die Umstände zulassen. Oder wurden die “Umstände” so gemacht damit wir in unserem Universum leben können?

Viele Beispiele. Fällt Ihnen eines ein?

Fotos Flickr: Arend Vermazeren

Natürlich gehören Fehler zum “Mensch sein” dazu. Manchmal ist es lustig wenn wir beobachten wie die Anderen Fehler machen. Bei uns selbst merken wir das, hm, etwas weniger. Bei Umfragen sind z.B. die meisten Menschen bessere Autofahrer als “die Anderen”.

(Um Andere zu beobachten brauchen wir die Großhirnrinde. Bei uns selber nicht, da läuft das alles automatisch…)

Bei solchen Aussagen habe ich Probleme:

“Sie sind vollkommen, so wie sie sind.”

Nein, bin ich nicht. Das geht Ihnen vielleich manchmal auch so. Die Aussage stimmt doch nicht.

Die Frage ist nicht, ob alles “vollkommen” ist. Absolute Vollkommenheit gibt es meiner Meinung nach nicht.

Die Frage ist:

  • akzeptieren Sie und ich die Unvollkommenheit? Oder wollen wir etwas verschlimmbessern, nur um den Anderen ähnlicher zu sein?

Vielleicht sollte das heißen – es ist, wie es ist. Was machen Sie und ich daraus? Und wer ist auf die Idee gekommen man müsse nach Vollkommenheit streben. Verbessern in manchen Dingen vermutlich schon. Wenn es wichtig ist, in der Familie oder im Beruf. Aber Vollkommenheit? Ich weiß nicht wie es Ihnen geht, ich möchte keiner Illusion nachrennen.

“Fehler machen uns perfekt” ist ein Widerspruch in sich. Die meisten werden das intuitiv spüren – und sich bei dem Satz nicht wohl fühlen.